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„Die feinen Blutgefäße im Gehirn reichen aneinandergereiht von Wien bis Innsbruck.“ „Während der Embryonalentwicklung bilden sich 1000 neue Nervenzellen pro Sekunde!“ „Volumen ist nicht alles – das Gehirn eines Elefanten wiegt bis zu 6000g, das eines Menschen rund 1400g, das eines Schimpansen nur 350g – und das, obwohl Mensch und Schimpanse über 90% der Gene gemeinsam haben…“
Am 23. November durften die Maturaklassen der BAfEP einen hochkarätigen Wissenschafter als Vortragenden begrüßen: Prof. Dr. Simon Hippenmeyer forscht und lehrt als Molekularbiologe und Neurowissenschafter am Institute for Science and Technology (IST Austria) in Klosterneuburg. Im Rahmen der Aktion „Science goes School“ der NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft konnte er für einen zweistündigen Einblick in sein Arbeitsgebiet, die Hirnforschung, gewonnen werden.
Spannend, anschaulich und humorvoll fesselte Prof. Hippenmeyer sein interessiertes Publikum und schaffte es bewundernswert, die hochkomplexe Materie des Aufbaus und der Besonderheiten des menschlichen Gehirns darzustellen. Besonders interessant waren jene Ausführungen, die unser Wissen in den Bereichen Biologie, Kognitionspsychologie oder Heilpädagogik vertieften. So ging es unter anderem um die Bedingungen der Nervenzellentwicklung des Kindes im Mutterleib, um Beeinträchtigungen wie Autismus oder Mikrozephalie sowie um höhere kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis.
Zum Schluss in der angeregten Fragerunde gab Prof. Hippenmeyer noch einen Einblick in sein Leben als Wissenschafter, den Betrieb am Campus und die Notwendigkeit von viel „Papierkram“ zur Lukrierung von Förderungen und Forschungsbudget – und auch die campuseigene Kindertagesstätte sowie die Vereinbarkeit des Forscherlebens mit Familie und Kleinkindern kam zur Sprache.


Mag. Bernadette Atschreiter